Informationen zu den Corona Sonderregelungen in der Pflege

Beratungseinsatz nach § 37.3 SGB XI

Der für Pflegegeldempfänger verpflichtende Beratungsbesuch nach § 37.3 SGB XI kann bis 30.06.2022 weiterhin telefonisch oder per Videokonferenz durchgeführt werden. Diese Sonderregelung gilt aktuell gemäß § 148 SGB XI.

Ab dem 01.07.2022 gelten folgende Regelungen:

Die pandemiebedingte Sonderregelung wird in abgeänderter Form übernommen.

Die Beratungsbesuche nach § 37.3 können künftig abwechselnd als Präsenzbesuch und als Videokonferenz stattfinden.

Im Zeitraum vom 1. Juli 2022 bis einschließlich 30. Juni 2024 kann jede zweite Beratung per Videokonferenz stattfinden. Die erste Beratung erfolgt aber immer als persönliche Beratung in der Häuslichkeit.

Als anerkannte Beratungsstelle führe ich den Beratungsbesuch durch. Nehmen Sie gerne Kontakt zu mir auf.

Weitere Informationen finden Sie hier:

Begutachtungen durch den Medizinischen Dienst | MDK

Die Begutachtung durch den Medizinischen Dienst (MD) zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit  kann bis zum 30.06.2022 ohne Hausbesuch durchgeführt werden, wenn der Medizinische Dienst dies für erforderlich hält zur Vermeidung einer Ansteckung des Versicherten oder des Gutachters. Die Einstufung erfolgt dann nach Aktenlage und evtl. telefonischer Befragung.

Für die Begutachtung im Wohnbereich gelten strenge Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen. Es wird keine Untersuchung im Wohnbereich durchgeführt, wenn eine bestätigte Infektion oder der Verdacht auf SARS-CoV-2-Infektion vorliegt bzw. Symptome darauf, bei Aufenthalt in einem Risikogebiet innerhalb der letzten 10 Tage oder bei Quarantäne.

Bei bestimmten Vorerkrankungen des Antragstellers:

  • Immunschwäche wie onkologische Erkrankungen mit Strahlen- oder Chemotherapie (bis drei Monate nach Abschluss), Zustand nach Organtransplantation,
  • durch die regelmäßige Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr beeinflussen und herabsetzen können, wie z. B. höhere Cortisongaben, Chemotherapie,
  • fortgeschrittener chronischer Herz- oder Lungenerkrankung, z. B.
  • chronisch obstruktive Lungenerkrankungen (COPD) mit Sauerstoffdauertherapie,

  • fortgeschrittene Herzinsuffizienz (Stadium III NYHA und höher)

  • fortgeschrittener neurologischer Erkrankung, beispielsweise
  • beatmungspflichtige Amyotrophe Lateralsklerose (ALS),
  • weit fortgeschrittene Multiple Sklerose (Schweregrad EDSS 7 und höher),
  • ausgeprägte Muskeldystrophien,
  • dialysepflichtiger Niereninsuffizienz

Außerdem gelten die auf Bundes- und Landesebene geltenden behördlichen Verordnungen und Regelungen in Bezug auf epidemiologische Gefährdungslagen.

Auch in der derzeitigen außergewöhnlichen Situation bin ich für Sie da.

Die „Fernbegutachtungen“ durch den Medizinischen Dienst stellen eine besondere Situation dar, auch weil auf Videokonferenzen verzichtet wird, die eventuell einen besseren Eindruck verschaffen könnten.

Viele Pflegebedürftige und deren Angehörige sind mit dieser Form der Begutachtung überfordert.

Kritisch sollten Sie sein, wenn die Begutachtung nur wenige Minuten in Anspruch nimmt. Eine sorgfältige Begutachtung nimmt Zeit in Anspruch.

Dieses Risiko können Sie mit meiner professionellen Begleitung Ihres Antrags oder Widerspruchs als unabhängiger Pflegesachverständiger deutlich verringern.

Seit Jahren arbeite ich mit strukturierten Telefoninterviews oder Videokonferenzen und betreue Kunden bundesweit. Mit dieser Erfahrung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Pflegehilfsmittel zum Verbrauch

Hilfsmittelbox | Hygienebox

Der maximal erstattungsfähige Betrag von 60 Euro pro Monat für Verbrauchshilfsmittel galt noch bis zum 31.12.2021.

Zum 01.01.2022 wurde er wieder auf 40 Euro pro Monat angepasst.

Dabei ist das Kaufdatum für die Erstattung ausschlaggebend.

Falls Sie monatlich eine Hilfsmittelbox geliefert bekommen möchten, klicken Sie hier*:

Hilfsmittelbox

Entlastungsbetrag

Pflegebedürftige des Pflegegrades 1 können den Entlastungsbetrag nach § 45b SGB XI in Höhe von 125 Euro monatlich auch für Hilfen außerhalb der geltenden Regelung einsetzen, um Corona-bedingte Versorgungsengpässe auszugleichen.

Diese Regelung wurde bis zum 31.12.2022 verlängert.

Pflegezeit und Familienpflegezeit

Über die Möglichkeit der Pflegezeit und der Familienpflegezeit können berufstätige pflegende Angehörige leichter eine Freistellung beanspruchen.

Bis zum 31.12.2022 kann die Zahlung des Pflegeunterstützungsgeldes wegen der SARS-CoV-2-Pandemie für bis zu 20 Arbeitstage je Pflegebedürftigem beansprucht werden. Beschäftige können dann kurzzeitig der Arbeit fernbleiben, wenn eine akute Pflegesituation aufgrund der COVID-19-Pandemie eingetreten ist.

Ebenfalls bleiben die Flexibilisierungen im Pflegezeitgesetz und im Familienpflegezeitgesetz bis zum 31.12.2022 bestehen, z.B. eine kürzere Frist für die Ankündigung der Familienpflegezeit oder die Möglichkeit, diese per E-Mail anzukündigen.

Nach dem Auslaufen der Sonderregelungen verbliebene Restzeiten verfallen 24 Monate lang nicht.

Die mit (*) gekennzeichneten Banner-Links sind Empfehlungslinks, auch Affiliate-Links genannt. Wenn Sie auf den Link klicken und auf der Zielseite etwas kaufen, bekomme ich vom betreffenden Anbieter eine Provision. Für Sie entstehen keine Nachteile beim Kauf oder beim Preis.

Alle Angaben sind ohne Gewähr. Die Informationen dieser Internetseiten wurden sorgfältig recherchiert. Trotzdem kann keine Haftung für die Richtigkeit der gemachten Angaben übernommen werden.